Manchmal frag ich mich wie wir Exportweltmeister geworden sind. Sicher nicht mit Kundenfreundlichkeit. Ein gutes Beispiel ist immer wieder das deutsche Familien-Vorzeige-Unternehmen Siemens. Neulich mußte man sich ja schmerzlich von der Serversparte trennen und das Geschäft Fujitsu überlassen. Nur warum? Wenn man einmal bei einer Siemens "Enterprise"-Hotline ein Problem gemeldet hat, versteht man vielleicht warum.
Siemens-Enterprise-Communications, Hotline. Meldung: Der komplette TAPI Traffic steht, weil eine Lizenz MAC-gebunden war und nach Hardwarewechsel nicht mehr aktiv ist. Kein Mitarbeiter kann mehr TAPI nutzen, sprich: muß alle Nummern von Hand anstatt bequem aus Outlook bzw. der branchenspezifischen Software, die auch einen TAPI Dialer enthält, wählen. Wie reagiert Siemens? Man ruft nach 24h nochmal die Hotline an und erhält die Auskunft, daß man hier ja eine Queue abarbeite, und man unter 2 Tagen nicht nachzufragen habe.
UPDATE: Heute morgen nochmal nachgefragt. Antwort: "Das wurde an die Fachabteilung weitergegeben, aber dort hat es noch kein Bearbeiter angenommen". Danke. Verkauft doch bitte die Kommunikationssparte auch noch an die Asiaten, die wissen wenigstens noch was Arbeit bedeutet.